
Führen mit Zielen in der Transformation
Warum eine Organisation, die gleichzeitig leisten und sich verändern muss, zwei Arten von Zielen braucht und was das für Kaskadierung, Rhythmus, Vergütung und Zielformulierung bedeutet.
Wie Sie den Haltungssprung in der Führung meistern und Ihre Organisation zukunftsfähig machen.

Die Situation kennen viele erfolgreiche Unternehmen: Das Geschäft boomt, die Organisation wächst, doch intern knirscht es. Mitarbeitende und Führungskräfte spüren einen «Wachstumsschmerz»: sie leiden unter Überlastung, unklaren Prozessen und Reibungsverlusten zwischen Abteilungen. Der Impuls vieler Führungskräfte in solchen Drucksituationen ist verständlich, aber fatal: Sie greifen auf bewährte Muster von Kontrolle und Anweisung zurück. Doch statt das System zu stabilisieren, erhöhen sie nur den Druck im Kessel. Die Folge ist ein Innovations- und Grundlagenstau, der die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens gefährdet.
Dieser Artikel zeigt, warum der Ausweg nicht in mehr Kontrolle, sondern in einem bewussten Haltungssprung liegt. Er beschreibt den Weg über eine Brücke: von einer Kultur der Fremdbestimmung zu einer der Eigenverantwortung. Ein Weg, der Mut erfordert, aber enorme Potenziale für jeden Einzelnen, für die Teams und für die gesamte Organisation freisetzt.

Stellen Sie sich eine Organisation vor, in der …
Der Nutzen dieses Haltungssprungs ist dreifach:
Um die Brücke erfolgreich zu überqueren, müssen wir das Fundament verstehen, auf dem wir stehen. Zwei Modelle helfen uns dabei:
Jedes Führungshandeln basiert, oft unbewusst, auf einem Menschenbild.
Richard Barrett beschreibt die Entwicklung einer Organisation in sieben Ebenen. Für unseren Haltungssprung sind drei Bereiche entscheidend:

Die typischen Herausforderungen wachsender Unternehmen zeigen, dass viel Energie auf den unteren Ebenen verloren geht. Der Weg nach oben führt unweigerlich über die Brücke der Transformation.
Eine solche Transformation ist ein Marathon, kein Sprint. Sie lässt sich in grob drei Phasen gliedern:
Der Wandel kann gelingen, wenn er als systemische Aufgabe verstanden wird, die bei der Klarheit im Top-Management beginnt, die Führungskräfte gezielt befähigt und durch angepasste Strukturen im Alltag unterstützt wird.
Wie kann ein solcher Fahrplan konkret aussehen? Ein mittelständisches Dienstleistungsunternehmen stand genau vor dieser Herausforderung. Nach einer Phase starken Wachstums spürten die Führungskräfte und Mitarbeitenden die Belastungsgrenze.
Eine interne Analyse ergab ein klares Bild: Der zentrale Wunsch, der sich wie ein roter Faden durch alle Ebenen zog, war der nach «Klarheit, Struktur und Orientierung». Darauf aufbauend definierte das Unternehmen sein Zielbild für den nächsten Entwicklungssprung mit dem kraftvollen Titel «Einfach führen». Die Umsetzung erfolgte entlang von drei zentralen Hebeln:
Das Management erkannte, dass Eigenverantwortung ohne klare Orientierung nicht möglich ist.
Das Management erkannte, dass die Führungskräfte der entscheidende Hebel für die Transformation sind, aber dafür Freiraum und neue Kompetenzen benötigen.
Um die neue Haltung im Alltag zu verankern, wurden die «Spielregeln» der Zusammenarbeit verändert.
Dieses Praxisbeispiel zeigt, dass der Wandel gelingen kann, wenn er als systemische Aufgabe verstanden wird, die bei der Klarheit im Top-Management beginnt, die Führungskräfte gezielt befähigt und durch angepasste Strukturen im Alltag unterstützt wird.
Das beschriebene Praxisbeispiel zeigt: Eine Transformation ist möglich, aber sie ist anspruchsvoll und erfordert enorme Konsequenz auf allen Ebenen. Eine der grössten Gefahren bei solchen Vorhaben ist, dass gute Absichten und einzelne Initiativen (z. B. Trainings, neue Leitlinien) im Alltagsdruck versanden. Eine Gartner-Studie belegt dieses Dilemma eindrücklich: Während 83 % der Führungskräfte die Bedeutung von Kultur kommunizieren, verankern nur 19 % diese Kultur systematisch in Prozessen und Strukturen. Genau hier entsteht die Lücke zwischen Wollen und Tun.
Um diese Lücke zu schliessen und sicherzustellen, dass der Haltungssprung nachhaltig gelingt, braucht es mehr als nur isolierte Massnahmen. Ein digitales Führungstool, das die neue Haltung im Arbeitsalltag verankert und das gewünschte Verhalten zur einfachsten und logischsten Option macht, kann den Wandel beschleunigen und nachhaltig verankern.
Ein solches digitales Führungstool bietet LEADO. Es vernetzt gezielt die entscheidenden Elemente, die für eine wirksame Führungskultur notwendig sind:

Ein solches digitales Führungstool wirkt als Beschleuniger und Stabilisator der kulturellen Transformation. LEADO ist quasi das digitale Geländer, das den Führungskräften und Teams hilft, sicher über die Brücke zu gehen. Konkret unterstützt es den Wandel folgendermassen:
Ein solches integriertes System ist weit mehr als nur eine Software. Es ist ein Katalysator, der die Einzelteile (Haltung, Prozesse, Befähigung und Tools) zu einem funktionierenden Ganzen verbindet. Es nimmt den Führungskräften administrative Last ab und gibt ihnen ein wirksames Werkzeug zur Teamsteuerung an die Hand. Dadurch wird der Weg über die Brücke nicht nur sicherer, sondern auch schneller und nachhaltiger.
Der Weg über die Brücke zur Eigenverantwortung mag anspruchsvoll erscheinen. Er erfordert von Führungskräften, liebgewonnene Sicherheiten aufzugeben und Vertrauen zu investieren, bevor sich der Erfolg einstellt. Doch dieser Weg ist keine Option mehr, sondern eine Notwendigkeit für jede Organisation, die im 21. Jahrhundert bestehen und gedeihen will.
Die gute Nachricht ist: Das Potenzial steckt bereits in Ihren Mitarbeitenden und Führungskräften. Der Wunsch nach Verantwortung, Sinn und Gestaltung ist da. Ihre Aufgabe als Führung ist es nicht, dieses Potenzial zu erzeugen, sondern es endlich freizusetzen.
Damit dieser anspruchsvolle Haltungssprung im Alltagsdruck nicht versandet, kann die Transformation durch ein integriertes digitales Führungstool wirksam unterstützt werden. Es fungiert als täglicher Begleiter, der die Führungskräfte dabei befähigt und entlastet, moderne Führungsroutinen wie regelmässiges Feedback, partizipative Zielsetzung und entwicklungsfokussierte Gespräche zu etablieren. Ein solches System macht das neue, gewünschte Verhalten zur einfachsten Option und stellt sicher, dass der Weg über die Brücke nicht nur begonnen, sondern auch erfolgreich und nachhaltig vollendet wird.
«Erfolgreiches ‹Human Performance Engineering› lässt Menschen, Teams und Organisation nachhaltig wachsen.»
— Marc Pfyffer
Zum Ausdrucken oder Weiterleiten: der vollständige Text als PDF.

Marc Pfyffer ist CEO und Co-Founder von LEADO und Managing Partner bei Pfyffer Partner AG. Seit 20 Jahren begleitet er Organisationen in Führungs- und Kulturentwicklung; aus dieser Arbeit ist LEADO entstanden.
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